Auto mit Bewegungsunschärfe


Belichtungszeit

Die Belichtungszeit regelt, wie lange Licht auf den Sensor fällt.
Dadurch könnt ihr die Belichtung steuern, aber auch Effekte mit Bewegungsunschärfe erzielen.

 
Kurzzusammenfassung / Inhalt

 

Was ist die Belichtungszeit?

Die Menge des Lichtes, das auf den Kamera-Sensor fällt, regelt die Blende.
Die Einstellung der Belichtungszeit ermöglicht es uns der Kamera zu sagen, wie lange diese Lichtmenge auf den Sensor fallen soll.

Je länger Licht auf den Sensor fällt, um so heller wird auch das Foto.

Bei den meisten Kameras könnt ihr als kürzeste Belichtungszeit 1/8000 Sekunde einstellen. Das bedeutet, das Licht, welches durchs Objektiv auf den Sensor fällt, trifft dort jeden Pixel nur den 8000stel Teil einer Sekunde. Das ist ziemlich kurz. Solche Zeiten werdet ihr normalerweise nur bei strahlenden Sonnenschein benötigen, damit euer Foto nicht überbelichtet wird.

Längere Belichtungszeiten sind für die Kamera kein Problem. Ich nutze z.B. oft 1/125 s.

Bruchrechnung ;)
Einsteiger kommen mit den Brüchen bei der Angabe der Belichtungszeit oft durcheinander. 1/200 s ist länger als 1/800 s. Stellt euch eine Torte vor. 1/2 Kuchen ist auch mehr als 1/8 Kuchen.

Teilweise werden sogar mehre Sekunden Belichtungszeit für ein Foto benötigt – beispielsweise in der Nacht. Logisch, da ist es sehr dunkel.

Foto mit 1/250 s und 1/160 s

Das linke Bild wurde mit 1/250 s aufgenommen und ist etwas unterbelichtet. Beim rechten Foto mit 1/160 s passt die Belichtung.

 

Belichtungszeit verdoppelt und halbieren

Wie auch bei der Blende könnt ihr errechnen, wie viel heller oder dunkler euer Foto wird, wenn sich eure Belichtungszeit ändert. Hier ist es sogar noch einfacher.

Gehen wir einmal davon aus, ihr habt ein Foto mit 1/25 s aufgenommen. Das Bild ist euch aber noch ein gutes Stück zu hell. Also verkürzt ihr die Belichtungszeit. Ihr stellt z.B. auf 1/50 s.

Das Licht hat jetzt also halb so viel Zeit um auf den Sensor zu fallen. Euer Foto wird dadurch halb so hell.

Stellt ihr 1/100 s ein, so wird euer Foto noch einmal halb so hell. Damit ist es insgesamt schon vier mal dunkler als bei 1/25 s. Und natürlich kommt bei 1/200 s noch einmal halb so lange Licht an. Dadurch ist das Foto dann 8 mal dunkler belichtet als bei 1/25 s.

Wenn ihr mit der Rechnerei dabei Probleme habt, stellt euch wieder die Torte vor. Zuerst halbiert ihr die Torte einmal. Ihr nehmt die eine Hälfte, halbiert sie noch mal, also habt ihr 1/4. Und wenn ihr dieses Stück noch einmal halbiert, habt ihr 1/8 der Ursprünglichen Menge.

 

Belichtungszeit einstellen

Ihr müsst die Verdopplungen der Belichtungszeit meist gar nicht errechnen. Die Belichtungszeit lässt sich an der Kamera meist über ein Drehrad einstellen.
Dieses Drehrad gibt in einzelnen Klicks nach. Meistens ist die Einstellung so, dass ein Klick auch 1/3-Belichtungszeit-Stufe entspricht.

Einstellrad für die Belichtungszeit

Bei Canon stellt ihr die Belichtungszeit mit diesem Rädchen ein.

Dreht ihr also drei Klicks weiter, ändert sich die Zeit beispielsweise so:
1/100 s -> 1/125 s -> 1/160 s -> 1/200 s.

Ihr müsst also nur die Anzahl an Klicks zählen und schon wisst ihr, wie viel dunkler oder heller euer Foto wird. Drei Klicks entsprechen einer Halbierung oder Verdopplung der Belichtungszeit.
Das gleiche gilt übrigens auch für die Einstellung der Blende.

Blendenstufen – Formulierung
Da das Resultat bei der Änderung einer Belichtungszeit-Stufe (Halbierung oder Verdopplung) genau das gleiche für die Helligkeit des Fotos bedeutet, wie das Verstellen der Blende um eine Stufe (z.B. von 4 auf 5,6), spricht man bei der Helligkeitsänderung allgemein von „Blendenstufen“.
Macht man das Bild also doppelt so hell wie vorher, sagt man, das Bild ist „eine Blende heller“, auch wenn ihr diese Änderung vielleicht über die Belichtungszeit erreicht habt.

 
Kleiner Werbeblock mit Produkten, die ich euch empfehlen möchte.
Wenn ihr Amazon-Produkte kauft, nachdem ihr auf meine Amazon-Partnerlinks geklickt habt, erhalte ich ein paar Prozente vom Verkauf – danke für eure Unterstützung :)

 

Wie der Verschluss die Belichtungszeit regelt

Die Änderung der Belichtungszeit wird von der Kamera über den Verschluss geregelt. Anders als die Blende sitzt dieser bei fast allen Kameras im Body und nicht im Objektiv.

Der Verschluss besteht aus zwei so genannten Verschlussvorhängen. Einer befindet sich direkt vor dem Sensor, so dass kein Licht hindurch kommt.
Wenn ihr den Auslöser drückt, bewegt sich der Verschlussvorhang vor dem Sensor weg. So kann das Licht auf den Sensor treffen. Ist die Belichtung abgeschlossen, bewegt sich der zweite Verschlussvorhang vor den Sensor, so dass wieder kein Licht mehr hindurch kommt.

Die Vorhänge bewegen sich dabei immer mit der selben Geschwindigkeit. Sie sind meistens so schnell, dass sie sich innerhalb 1/200 s einmal komplett über den Sensor bewegt haben.
Allerdings kann die Kamera ja noch kürzer belichten – beispielsweise 1/8000 Sekunde. Das wird realisiert, indem der zweite Vorhang sich schon schließt, während der erste sich noch nicht komplett geöffnet hat. So werden die einzelnen Pixel jeweils nur 1/8000 Sekunde belichtet.

Zwischen den beiden Vorhängen ist also bei sehr kurzen Belichtungszeiten nur ein kleiner Schlitz, der sich vor dem Sensor entlang bewegt. Deshalb wird diese Verschluss-Art auch Schlitzverschluss genannt.

Zentralverschluss
Nicht alle Kameras verwenden den Schlitzverschluss. Viele Mittelformat- und Großformatkameras nutzen den Zentralverschluss. Dieser sitzt im Objektiv und schließt sich ähnlich wie die Blende mit ringförmig angeordneten Lamellen. Allerdings ist der Zentralverschluss etwas langsamer als der Schlitzverschluss – und ihr müsst ihn bei jedem neuen Objektiv mitkaufen.

Ein paar Besonderheiten zur Belichtungszeit gibt es übrigens, wenn ihr mit Blitzen arbeitet. Das erläutere ich später aber noch einmal in einem extra Artikel.

 

Bewegungsunschärfe – Gestaltung mit Belichtungszeiten

Wie auch die Blende, könnt ihr die Belichtungszeit zur kreativen Gestaltung eurer Fotos nutzen.
Dies liegt daran, dass auch die Belichtungszeit einen Einfluss auf die Schärfe des Bildes hat.

Stellt euch vor, ihr fotografiert ein fahrendes Auto mit 1/20 Sekunde Belichtungszeit. Am Anfang der Aufnahme befindet sich das Auto beispielsweise am linken Rand des Bildes. Während die Kamera 1/20 Sekunde belichtet, bewegt sich das Auto bis zum rechten Bildrand.

Ist die Aufnahme abgeschlossen, sieht man eine Spur des sich bewegenden Autos, die sich von links nach rechts durch das Bild zieht. Jedoch ist das Auto an keiner Stelle wirklich scharf abgebildet, obwohl ihr es richtig fokussiert hattet. Das ist die so genannte Bewegungsunschärfe.

Auto mit Bewegungsunschärfe

Das Auto wird durch die Bewegung bei zu langer Belichtungszeit unscharf. Das ist die Bewegungsunschärfe

Durch die Bewegung werden die einzelnen Pixel immer wieder mit neuen Informationen überlagert. Nur die still stehenden Objekte sind scharf.
 

Bewegungsunschärfe vermeiden

Möchtet ihr das sich bewegende Auto scharf abbilden, müsst ihr also eine kurze Belichtungszeit wählen. Wie kurz diese sein muss, richtet sich nach der Bewegungsgeschwindigkeit.
Ein gemütlicher Spaziergänger wird wahrscheinlich schon mit 1/200 s relativ scharf. Bei einer rennenden Person, braucht ihr schon mindestens 1/1000 s. Setzt sie sich auf ein Motorrad mit 150 km/h müsst ihr noch deutlich kürzer belichten.

Fahrende Autos bei unterschiedlichen Belichtungszeiten

Alle Autos sind etwa 80 km/h gefahren. Die erste Aufnahme ist mit 1/40 s, die zweite mit 1/160 s und die letzte mit 1/640 s aufgenommen. Selbst das letzte Foto ist noch nicht ganz scharf.

 

Objektabstand und Bewegungsunschärfe
Nicht nur die Geschwindigkeit spielt eine Rolle bei der Bewegungsunschärfe, sondern auch die Größe des sich bewegenden Objektes auf dem Bild. Läuft jemand direkt vor der Kamera formatfüllend durch das Bild, wird er bei gleicher Belichtungszeit unschärfer erscheinen, als jemand der nur weit im Hintergrund entlanggeht. Das liegt daran, dass sich die Person im Vordergrund in der gleichen Zeit mehr Pixel im Foto fortbewegt, als die Person im Hintergrund.

 

Kreative Nutzung der Bewegungsunschärfe

Die Bewegungsunschärfe könnt ihr beispielsweise nutzen, wenn ihr belebte Architektur abbilden möchtet, ohne dass die Personen konkret zu erkennen sind.
Wenn ihr es auf die Spitze treibt, könnt ihr stark belebte Plätze sogar total leer erscheinen lassen. Mit einer halben Stunde Belichtungszeit haben sich alle Personen so viel bewegt, dass sie nicht mehr auf dem Bild zu sehen sind, sondern nur noch alle unbewegten Objekte.

Aber nicht nur Menschen können sich bewegen. In der Landschaftsfotografie wird eine lange Belichtungszeit oft eingesetzt um Wasser einen weichen, verträumten Look zu geben.
Die einzelnen Bewegungen des Wassers werden nicht mehr scharf dargestellt, sondern erscheinen als ein samtener Nebel auf dem Foto.

 

Graufilter
An einem Sommertag ist es meist zu hell um die benötigten langen Belichtungszeiten für so etwas zu erreichen. Deshalb kommen hier meistens Graufilter zum Einsatz. Diese werden auf das Objektiv geschraubt und verringern die Menge des Lichtes, welches hindurch kommt. So könnt ihr länger belichten.


*Amazon Partnerlink

 

Mitzieher

Meistens möchtet ihr jedoch bewegte Objekte scharf darstellen. Um trotzdem die Bewegung zu zeigen, könnt ihr einen so genannten „Mitzieher“ machen.

Mitzieher Foto bei 1/20 s

Das Foto wurde bei 1/20 s aufgenommen. Dank „Mitzieher“ ist das fahrende Auto trotzdem scharf, aber der Hintergrund verwischt.

  1. Stellt eine Belichtungszeit ein, die zu lang ist, als dass das Objekt (z.B. Auto) scharf werden würde, z.B. 1/20 s.
  2. Dann stellt ihr die Kamera auf ein Stativ, aber stellt die horizontale Bewegungsrichtung nicht fest.
  3. Nun schwenkt ihr die Kamera während der Aufnahme so, dass sich das Auto immer an der gleichen Stelle im Bild befindet – ihr „zieht mit“.
  4. Stellt die Kamera dazu am besten auf Serien-Bild, so dass ihr während der Bewegungsphase möglichst viele Bilder machen könnt, denn das Spielchen ist auch immer eine Übungs- und Glückssache.
  5. Das Ergebnis ist ein Bild, bei dem das Auto scharf ist, aber der Hintergrund ist auf eine spezielle Art unscharf, er wirkt so, als wäre er verwischt.

 

Verwackeln vermeiden

Eine weitere Bewegung die ihr bei der Wahl der Belichtungszeit bedenken müsst, ist eure eigene.
Je nach Zustand habt ihr unterschiedlich zittrige Hände. Dadurch schwenkt eure Kamera permanent hin und her.

Ihr könnt das gut nachvollziehen, wenn ihr eine lange Brennweite (z.B. 200 mm) wählt und durch das Objektiv schaut. Ihr werdet deutlich sehen, wie das Bild zittert.
Belichtet ihr zu lange, wird durch diese Bewegung das Bild unscharf – ihr verwackelt.

Foto mit kurzer und langer Belichtungszeit verwackelt

Das obere Motiv habe ich mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen. Der Detail-Ausschnitt links ist mit 1/30 s aufgenommen, der rechte mit 1/500 s. Ihr könnt gut erkennen, wie das Bild mit der längeren Belichtungszeit verwackelt ist. Die Brennweite war bei beiden Aufnahmen 200 mm.

Die Unschärfe sieht dabei anders aus, als hättet ihr nur falsch fokussiert. Alles verwischt etwas, so wie der Hintergrund beim Mitzieher. Deshalb könnt ihr anhand des unscharfen Fotos gut herausfinden, weshalb das Bild unscharf geworden ist.

Je länger die Brennweite ist, die ihr verwendet, um so höher ist die Gefahr zu verwackeln. Schaut noch einmal durch das Objektiv, während ihr 18 mm Brennweite verwendet – ihr merkt kaum ein Zittern des Bildes.

Verwackeltes Bild durch lange Brennweite

Der Knauf ist auf beiden Fotos etwa gleich groß, aber zuerst mit 24 mm Brennweite fotografiert, danach mit 200 mm. Die Belichtungszeit war bei beiden Fotos 1/30 Sekunde. Wie ihr seht, ist das Foto mit der längeren Brennweite verwackelt.

 

Formel gegen Verwackeln

Es gibt eine Faustformel mit der ihr abschätzen könnt, ob ihr euer Foto verwackelt:

Nutzt mindestens den Umkehrwert eurer Brennweite als Belichtungszeit.

Fotografiert ihr beispielsweise mit 100 mm, solltet ihr mindestens mit 1/100 s belichten, besser aber noch etwas kürzer.
Bei 200 mm wären es 1/200 s und bei 400 mm schon 1/400 s.

Je nachdem ob ihr ruhige oder zittrige Hände habt, kann das natürlich auch variieren.

 

Bildstabilisator

Manche Kameras, wie z.B. die von mir empfohlene Olympus OM-D E-M10 Mark II (Partnerlink zu Amazon) haben einen beweglichen Sensor. Die Kamera erkennt, wie sie verwackelt wird und gleicht das durch Bewegung des Sensors wieder aus.

Das funktioniert teilweise so gut, dass ihr damit 4 Blendenstufen ausgleichen könnt. Wenn ihr also vorher mindestens 1/100 s gebraucht habt um das Foto nicht zu verwackeln, benötigt ihr mit dem Stabilisator nur noch 1/6 s.

Blumen verwackelt und nicht verwackelt mit Bildstabilisator

Beide Fotos wurden mit 1/15 s Belichtungszeit aufgenommen. Mit Bildstabilisator war das kein Problem, wie ihr im oberen Bild seht. Beim unteren Foto war der Stabilisator ausgeschaltet – es ist verwackelt.

Wenn eure Kamera keinen stabilisierten Sensor hat, könnt ihr auch Objektive mit Bildstabilisator kaufen, wie z.B. dieses:


*Amazon Partnerlink

Um abzuschätzen in wie weit sich diese Objektive für euch lohnen, könnt ihr diesen Artikel lesen: Bildstabilisator – ja oder nein?

Bedenkt aber immer, dass beide Arten von Bildstabilisatoren nur bei euren eigenen Bewegungen helfen und nicht bei bewegten Objekten.

 

Stativ bei langen Belichtungszeiten

Stativ mit KameraWenn ihr sehr lange belichten wollt, solltet ihr ein Stativ verwenden. Das lässt euch Belichtungszeiten nutzen, die selbst mit Bildstabilisator nicht mehr möglich wären.
Tipps zum Kauf eines guten Fotostativs findet ihr hier: Tipps zum Fotostativ

Aber auch das Stativ hilft nur gegen die zittrigen Hände und nicht gegen die Bewegungen im Motiv.

 

Übung zur Belichtungszeit – Nutzung der Blendenautomatik

Zu dieser Übung schaltet ihr die Kamera in den Belichtungsmodus Zeitvorwahl / Blendenautomatik / Tv. Hier wählt ihr selbst die Belichtungszeit und ISO, während die Kamera die Belichtung mithilfe der Blende regelt.

Die Kamera kann natürlich nur so weit die Blende regeln, wie es das Objektiv zulässt. Stellt euch vor ihr habt 1/200 s und ISO 400 eingestellt. Die Kamera misst, dass ihr Blende 2 nutzen müsst, da es gerade sehr dunkel ist. Euer Objektiv hat aber nur eine Offenblende von 4. Also wird das Bild zu dunkel, da die Kamera nicht die benötigte Blende einstellen kann. In diesem Fall müsst ihr entweder die ISO erhöhen, oder die Belichtungszeit verlängern.

Normalerweise blinkt der Blenden-Wert im Display, wenn so ein Problem auftritt.
Kleine Rechenaufgabe für euch: auf welchen Wert müsst ihr die Belichtungszeit in dem Beispiel korrigieren, damit das Foto bei der Offenblende von 4 richtig belichtet ist? Die Auflösung gibts am Ende vom Artikel :)

  1. Sucht euch nun ein unbewegtes Motiv. Gut geeignet für diese Aufgabe ist eine Umgebung draußen, nicht im direkten Sonnenlicht, aber bei Tag. So kommt ihr nicht so schnell an die Grenzen der Blende. Nutzt in so einer Umgebung für diese Aufgabe ca. ISO 800.
  2. Wählt die passende Brennweite, so wie ihr das Foto gern aufnehmen würdet – diese ändert ihr während der Übung nicht.
  3. Nun stellt ihr als erstes die Belichtungszeit als Kehrwert der Brennweite ein – also z.B. 1/50 s bei 50 mm – und macht ein Foto.
  4. Ist es scharf geworden? Dann verlängert so lange die Belichtungszeit, bis ihr verwackelt.
  5. Ist schon das erste Foto verwackelt? Dann verkürzt die Belichtungszeit, bis das Bild scharf wird.
  6. Kontrolliert im Nachhinein auch noch einmal am größeren PC-Monitor, ob die Fotos wirklich nicht verwackelt waren.
  7. Wiederholt die Übung mit mehreren Brennweiten. Wenn ihr einen Bildstabilisator habt, macht die Übung mal mit und mal ohne den Stabilisator.

Als nächste Übung solltet ihr bewegte Objekte fotografieren. Bei welchen Belichtungszeiten gelingt es euch zum Beispiel fahrende Autos scharf zu bekommen? Oder Fahrradfahrer?

So, nun kommt noch die versprochene Auflösung der Rechenaufgabe.
Die Kamera hatte ja gemessen, dass ihr Blende 2 verwenden müsstet. Das sagt uns, wir müssen bei Blende 4 irgendwie anders 2 Blendenstufen heller belichten (2 -> 2,8 -> 4).
Also stellen wir die Zeit auf 1/50 s (1/200 -> 1/100 -> 1/50).
Oder ihr erhöht die ISO um 2 Blendenstufen auf 1600 (400 -> 800 -> 1600).
Oder ihr ändert beides: ISO 800 und 1/100 s.
Habt ihr das auch herausbekommen? Super – dann seid ihr jetzt 100%ig bereit für den Artikel zur Manuellen Belichtung :)

Wenn ihr noch Fragen und Anmerkungen zur Übung oder dem Artikel habt, könnt ihr natürlich wieder gern einen Kommentar hinterlassen.

Liebe Grüße
Stefan

Nächster Einsteiger-Artikel: 10. Manuelle Belichtung


Euch hat der Beitrag gefallen? Dann teilt ihn gern mit anderen.




Sag deine Meinung